Tel.: +49 911 · 9566630 | Mail: sekretariat@alchimedus.com

Bis zu 90 Prozent gefördert, zu 100 Prozent unterschätzt

Beitrag teilen

Wie Solo-Selbstständige jetzt KI-Kompetenz aufbauen

Ein Beitrag von Lisa Alt

Vor einigen Wochen sprach ich mit einer Unternehmensberaterin, die seit fast zwanzig Jahren erfolgreich selbstständig ist. Im Gespräch sagte sie einen Satz, der mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist:

„Meine Mandanten fragen mich nach KI. Und ich weiche aus. Zum ersten Mal in meinem Berufsleben.“

Mit dieser Erfahrung steht sie nicht allein. Als Bildungsträger führen wir derzeit viele Gespräche mit Beraterinnen und Beratern, Coaches und Trainerinnen. Die Ausgangslage ist fast immer dieselbe: Die Nachfrage nach KI steigt rasant. Gleichzeitig fehlt vielen die Sicherheit, Unternehmen kompetent begleiten zu können.

Genau hier entsteht derzeit eine Lücke im Markt.

Die Nachfrage wächst schneller als die Kompetenz

Unternehmen beschäftigen sich längst nicht mehr mit der Frage, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen. Sie beschäftigen sich damit, wie.

Hinzu kommt eine neue rechtliche Anforderung. Seit Inkrafttreten des EU AI Act müssen Unternehmen sicherstellen, dass Mitarbeitende, die mit KI arbeiten, über die erforderlichen Kompetenzen verfügen.

Für Beraterinnen und Berater bedeutet das zweierlei:

  • Unternehmen benötigen Begleitung.
  • Diese Begleitung setzt eigene Qualifikation voraus.

Die Herausforderung liegt dabei selten in der Technologie.

Der MIT-Report The GenAI Divide – State of AI in Business 2025 kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Rund 95 Prozent der KI-Pilotprojekte erzielen keinen messbaren wirtschaftlichen Nutzen. Die Ursache liegt nicht in den verfügbaren Werkzeugen. Es fehlt an Menschen, die Veränderungen im Unternehmen erfolgreich begleiten.

Der eigentliche Engpass der KI-Transformation ist deshalb nicht die Technik.

Es sind qualifizierte Menschen.

Warum viele KI-Weiterbildungen kaum Wirkung entfalten

Der Markt bietet inzwischen unzählige KI-Kurse an.

Prompting.
ChatGPT.
Automatisierung.
Neue Werkzeuge.

Das Problem beginnt nach dem Seminar.

Aus unserer Erfahrung als Bildungsträger wissen wir: Wissen allein verändert noch kein Unternehmen.

Ein zweistündiges Webinar vermittelt Impulse.

Eine nachhaltige Kompetenz entsteht dadurch selten.

Wirksame Weiterbildung folgt anderen Prinzipien:

  • Lernen über einen längeren Zeitraum
  • Anwendung an realen Praxisfällen
  • regelmäßige Rückmeldung
  • sichtbarer Kompetenznachweis statt reiner Teilnahme

Für Beraterinnen und Berater kommt noch ein weiterer Punkt hinzu.

Nach einer Weiterbildung muss nicht nur Wissen vorhanden sein.

Es muss ein Beratungsangebot entstehen, das sofort eingesetzt werden kann.

Wer nach einer Fortbildung noch immer ausweicht, wenn Mandanten nach KI fragen, hat sein Ziel nicht erreicht.

Was eine wirksame Qualifizierung ausmacht

Vor diesem Hintergrund haben wir gemeinsam mit der DigitalWinners GmbH den Zertifikatskurs „Zertifizierte:r KI-Strategie-Berater:in“ entwickelt.

Dabei stand nicht möglichst viel Theorie im Mittelpunkt.

Entscheidend war die Frage:

Wie gelingt der Transfer in den Berufsalltag?

Der zwölfwöchige Kurs verbindet Videolektionen, Praxisaufgaben, Fallstudien und regelmäßige Live-Reflexionen. Die Teilnehmenden arbeiten an realen Anwendungsfällen und entwickeln bereits während der Weiterbildung ihr eigenes Beratungsangebot weiter.

Das Zertifikat wird nicht für Anwesenheit vergeben, sondern für nachgewiesene Kompetenz.

Inhaltliche Grundlage bildet der KI-Strategie-Kompass von Erno Marius Obogeanu-Hempel. Das Framework deckt den gesamten Weg einer erfolgreichen KI-Einführung ab – von der Strategie über Kultur und Führung bis hin zu Governance und verantwortungsvollem KI-Einsatz.

Für uns war genau das entscheidend.

Wir wollten keine Weiterbildung entwickeln, die Wissen vermittelt.

Wir wollten eine Weiterbildung entwickeln, mit der Beraterinnen und Berater am nächsten Tag arbeiten können.

Eine Förderung, die viele Solo-Selbstständige nicht kennen

Mindestens ebenso häufig wie die Frage nach geeigneten Weiterbildungen hören wir eine zweite Frage:

„Wie soll ich das finanzieren?“

Viele wissen nicht, dass es dafür bereits eine Förderung gibt.

Über das ESF-Plus-Programm KOMPASS können Solo-Selbstständige bis zu 90 Prozent ihrer Investition fördern lassen.

Voraussetzungen sind unter anderem:

  • hauptberufliche Solo-Selbstständigkeit
  • mindestens zwei Jahre Selbstständigkeit
  • maximal ein Vollzeitäquivalent Beschäftigte
  • vorherige Beratung durch eine KOMPASS-Anlaufstelle

Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Über die Förderung entscheidet die jeweilige Anlaufstelle.

Wichtig ist außerdem:

Die Weiterbildung darf erst nach Erhalt des Förderschecks gebucht werden und muss bei einem nach AZAV zugelassenen Bildungsträger stattfinden.

Für unseren Zertifikatskurs bedeutet das konkret:

Die reguläre Investition beträgt 4.900 Euro netto.

Mit Förderung reduziert sich diese Investition auf ab 490 Euro netto.

Als nach AZAV zugelassener Bildungsträger unterstützen wir Interessierte selbstverständlich auch bei der Antragstellung.

Mein Fazit

Die Beraterin vom Beginn dieses Beitrags hat inzwischen ihr Beratungsgespräch bei der KOMPASS-Anlaufstelle geführt.

Überzeugt hat sie am Ende nicht allein die Förderquote.

Entscheidend war eine andere Erkenntnis:

Jede Anfrage, die sie heute nicht bedienen kann, wird morgen von jemand anderem übernommen.

Die KI-Transformation wird nicht allein durch neue Technologien gelingen.

Sie braucht Menschen, die Unternehmen sicher durch Veränderungen begleiten können.

Die Nachfrage ist vorhanden.

Die Fördermöglichkeiten ebenfalls.

Jetzt kommt es darauf an, die eigene Kompetenz rechtzeitig auszubauen.

Der nächste Zertifikatskurs „Zertifizierte:r KI-Strategie-Berater:in“ startet am 18. September 2026.

Ihr Interesse ist geweckt?

Hier finden Sie weitere Informationen:

… zum Zertifikatskurs

… zum Förderprogramm

… zum Weiterbildungsanbieter DenkArbeit

Über mich und die DenkArbeit

Ich bin Prokuristin bei der DenkArbeit.Ruhr gGmbH, einem gemeinnützigen, nach AZAV zugelassenen Bildungsträger mit Sitz in Essen, zertifiziert durch TÜV NORD CERT. Seit 1974 qualifiziert DenkArbeit Menschen und Organisationen für wirksame Veränderung; über 1,4 Millionen Teilnehmende haben die Angebote bislang durchlaufen, die Weiterempfehlungsrate liegt bei 93 Prozent. Den Zertifikatskurs „Zertifizierte:r KI-Strategie-Berater:in“ bietet DenkArbeit.Ruhr in Kooperation mit der DigitalWinners GmbH an.

Beitrag teilen

Mehr entdecken